Die zehn wichtigsten Fragen des Lebens
Seine Nachrufe auf nicht prominente Menschen im "Tagesspiegel" haben den Autor bekannt gemacht - und ganz offensichtlich geprägt. Das etwa 250 Seiten starke Buch lässt nämlich immer wieder durchklingen, was er bei dieser Arbeit, an der Schnittstelle
von Leben und Tod, mit Hinterbliebenen erlebt und erfahren hat. Die daraus gewonnene Einsicht in das, was wirklich zählt, bündelt sich in den Antwortversuchen auf die zehn wichtigsten Fragen des Lebens. Ohne Bindung an eine bestimmte Philosophie, Religion oder Weltanschauung, ganz offen und mit vielen Seitenblicken auf Gesellschaft und Literatur versucht der Autor, zum Nachdenken anzuregen - darüber, was der Sinn des Lebens ist, ob es Gott oder ein Leben nach dem Tod gibt und was man davor auf jeden Fall getan haben sollte. Dies geschieht nicht in der Form eines rezeptähnlichen Ratgebers, der die fundamentalen Fragen ein für alle Mal beantwortet, sondern in gut les- und nachvollziehbaren, teilweise ironischen und oft persönlichen Blicken des Autors auf den Kern von menschlichem Sein und Handeln. Eine wunderbare Ermutigung, über seine Prioritäten nachzudenken, und sehr zu empfehlen!
Susanne Elsner
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Die zehn wichtigsten Fragen des Lebens
Gregor Eisenhauer
DuMont (2014)
252 S.
fest geb.