Wie wir alt werden, ohne zu altern

Was tun mit der vielen Zeit, die das Alter bietet? Im günstigsten Fall winken dreißig Jahre Unabhängigkeit, meint Georg Eisenhauer. Während viele Menschen ihren Körper auch in fortgeschrittenem Alter fit und beweglich halten, wird der Geist oft Wie wir alt werden, ohne zu altern vernachlässigt. Es droht die "Verholzung" des Denkens. Wie aber sich die geistige Fitness erhalten? Pfiffigerweise hat sich Gregor Eisenhauer dafür Ideen aus Literatur und Philosophie geholt. Was hätte Miss Marple erzählt, warum sie als Seniorin die schwierigsten Fälle löste? Sind es die Gedankenspiele oder die Fähigkeit, sich immer wieder neue Aufgaben zu stellen? Kann König Lear Lehren aus seinen Fehlern aufzeigen? Auch kommen u.a. Hannibal Lecter, Anna Karenina und Hans Castorp zu Wort. Eine spannende Idee, die Helden der Weltliteratur zu diesem Thema zu befragen. Manche dieser Dialoge plätschern allerdings etwas langatmig dahin, was für einige Längen sorgt. Auch ein Romanfiguren-Verzeichnis wäre hilfreich gewesen. Doch die Idee ist witzig. Für philosophisch Interessierte bzw. ausgebaute Bestände durchaus möglich.

Lieselotte Banhardt

Lieselotte Banhardt

rezensiert für den Borromäusverein.

Wie wir alt werden, ohne zu altern

Wie wir alt werden, ohne zu altern

Gregor Eisenhauer
DuMont (2016)

315 S.
fest geb.

MedienNr.: 587373
ISBN 978-3-8321-9818-3
9783832198183
ca. 18,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: Fa
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