Nachrichten aus dem Inneren der Katze
Sylvie Lorenz (16) jobbt im Museum ihres Heimatdorfes. Spätestens nach dem Abi will sie weg von hier. Als sie das Verschwinden eines Gemäldes meldet (das des titelgebenden Bildes), wird sie von Museumsdirektor Brunse hinausgeworfen. Sie soll es nicht
an die große Glocke hängen. Natürlich sagt sie es ihrer Mutter und auch „Tante“ Käthe, doch die Erwachsenen halten sich bedeckt. Sylvie beginnt einen Job in der Burg, wo sie Hagebuttenpunsch ausschenken soll. Dort lernt sie den Ritterdarsteller Paul kennen, den sie nett findet. Als sie im Museum ihre Papiere abholen will, trifft sie wieder auf Paul, der sich im traulichen Gespräch mit Herrn Brunse befindet. Sylvie versteht die Welt nicht mehr, alle scheinen Geheimnisse zu haben. Auch Paul kann ihr noch nicht sagen, wofür ihn Brunse braucht. Doch Sylvie und Paul recherchieren weiter nach dem Bild und kommen sich dabei näher. – Im Verlauf der Geschichte gerät Sylvies Gefühlswelt ganz schön durcheinander und sorgsam gehütete Familiengeheimnisse kommen ans Licht. – Der unaufgeregte Coming-of-Age-Roman der Leipziger Jugendbuchautorin Judith Burger (Jg. 1972) verbindet einen Kunstkrimi mit einer zarten Liebesgeschichte. Gerne empfohlen.
Karin Blank
rezensiert für den Borromäusverein.
Nachrichten aus dem Inneren der Katze
Judith Burger ; Illustrationen von Moni Port
Gerstenberg (2026)
168 Seiten : Illustrationen
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 14