Opas Herz
Hans besucht seine Großeltern sehr gerne, aber leider sind sie jetzt schon lange nicht mehr bei Opa und Oma gewesen. Plötzlich geht es sehr schnell. Opas Herz funktioniert nicht mehr richtig, deshalb fährt die ganze Familie zu den Großeltern aufs
Land, um Opa im Krankenhaus besuchen zu können. Hans ist gerne im Dorf, alles ist hier ruhiger und langsamer. Außerdem kann er mit Liv spielen, die mutig ist und sogar auf rostigen Klettergerüsten herumturnt, obwohl das verboten ist. Bei Oma zuhause ist es allerdings schon komisch, wenn Opa nicht da ist. Aber Hans vertreibt sich die Zeit gut mit draußen sein und spielen und denkt oft an Opas Geschichten oder Sprüche. Opa hat Hans beigebracht, dass sich alles immer verändert. Wenn man klein ist, wird man irgendwann groß, aus Äpfeln wird irgendwann Apfelsaft und wenn man krank ist, wird man auch wieder gesund. So macht sich Hans nicht so viele Sorgen. Aber besuchen würde er Opa ja schon gerne mal. Als er immer wieder vertröstet wird, nehmen Liv, Hans und ihr neuer Freund Mats die Sache selbst in die Hand und laufen los in Richtung Krankenhaus. – Judith Burger erzählt die sensible Geschichte mit leisem Ton, behutsam, aber dennoch eindringlich. Das Thema Krankheit wird kindgerecht beschrieben, ohne zu schwer zu wirken. Die heiteren, leichten Illustrationen von Julie Völk begleiten die Geschichte nicht zu aufdringlich, unterstreichen aber die ruhige, behagliche Grundstimmung des Buches, das sowohl zum Vorlesen als auch zum ersten Selbstlesen gut geeignet ist.
Sonja Gast
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Opas Herz
Judith Burger ; mit Bildern von Julie Völk
Gerstenberg (2025)
45 Seiten : Illustrationen (farbig)
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 7