Miss Vergnügen
In einer Porzellanmanufaktur verschwindet ein Mann. Er wurde ermordet, aber das weiß zunächst nur die Leserin. Eine von ihrem Mann verlassene Britin, sitzt – Sorgenpüppchen häkelnd – im Ferienhäuschen ihres Schwagers Bertie, der ihr zudem
einen Job als Beauty-Beraterin im Konzern Très Loué verschafft. Dort freundet sie sich mit der Moderatorin Katja und der Journalistin Stanzi an. Als während der Verleihung des Parfum-Oscars ein weiterer Mord verübt wird, beginnt Miss Brooks zu ermitteln. Der Einstieg in die Miss-Brooks-Krimi-Reihe verspricht einiges: Ein Kosmetikmogul, der einer Journalistin für ein Foto-Shooting folgt und nicht wieder auftaucht; Knochen, die im Ofen der Porzellanmanufaktur entdeckt werden; ein Kosmetik-Konzern, in dem vieles nicht mit rechten Dingen zugeht; Miss Brooks, die von ihrem Mann verlassen und in Wien ausgesetzt wurde (und noch vieles mehr) hat der neue Krimi von Martina Parker zu bieten. Allerdings wirken die Szenen häufig künstlich konstruiert; zum Beispiel, wenn Miss Brooks Sorgenpüppchen verschenkt oder sich mit Hilfe ihrer Freundinnen am untreuen Ehemann rächt. Wer konstruierte Krimis mag, kann daran seinen Spaß haben. Mich hat er nicht überzeugt.
Christiane Raeder
rezensiert für den Borromäusverein.
Miss Vergnügen
Martina Parker
Gmeiner (2025)
388 Seiten
kt.