Der Junge aus dem Meer
Wie einst Moses wird am Strand eines kleinen Küstenorts in Donegal eines Tages ein kleiner Junge gefunden. Niemand weiß, wer er ist oder woher er kommt. Der eigenwillige und liebenswerte Fischer Ambrose nimmt sich des Findelkinds an, auch wenn die
Zeiten nicht einfach sind und die Familie alles andere als reich ist. Sie geben dem Jungen den Namen Brandon. Ambrose und seine Frau Christine haben selbst einen Sohn: Declan. Brandon und Declan wachsen zusammen auf, das ganze Dorf ist fasziniert vom „Findelkind“. Brandon stiehlt seinem Bruder die Schau, vielen der Dorfbewohner scheint er eine Art „Messias“ zu sein. So segnet das Kind seine Mitbürger. Wer von beiden kann in Ambroses Fußstapfen treten, das Schiff und die Fischerei übernehmen? – Garrett Carr erzählt vom einfachen Leben im Nordwesten Irlands, der Skepsis gegenüber England und zwei ungleichen Jungen/jungen Männern. Brandon ist eher verkopft, interessiert sich für (das) Fremde und später Buchhaltung, Declan ist ein mäßiger Handwerker, heuert aber auf einem Schiff an und wird ein passabler Koch. Der begnadete Sprecher Richard Barenberg gibt der Romanvorlage den richtigen Ton. Beinahe zehn Stunden unterhaltender Hörgenuss mit Anspruch.
Felix Stenert
rezensiert für den Borromäusverein.
Der Junge aus dem Meer
Garrett Carr ; Richard Barenberg liest ; aus dem Englischen von Kathrin Razum
argon hörbuch (2025)
2 mp3-CDs (circa 598 min)
mp3-CD