Die Vegetarierin

Gefangen im engen Korsett der südkoreanischen Gesellschaft ist Yeong-Hye. Ihr Mann ist ein unauffälliges, fleißiges Rädchen in der Maschinerie. Er lebt mehr für die Firma, seinen Chef und das soziale Gefüge als für seine Frau und die Ehe. Yeong-Hye Die Vegetarierin wird von furchtbaren Träumen heimgesucht; sie entscheidet sich, fortan kein Fleisch mehr zu essen und vernichtet auch den kostbaren Vorrat im Tiefkühlfach. Ihre fleischlose Ernährung stößt auf Unverständnis und Widerstand. Was sind ihre Beweggründe, ist sie krank? Allein ihr Schwager steht zu ihr und ist auf magische Weise von ihr angezogen und fasziniert. Er ist Videokünstler und möchte die nackte Yeong-Hye – mit Blumenornamenten bemalt – zum Kunstwerk machen. Die Reaktion des Umfelds: völliges Unverständnis! Das ist jenseits all dessen, was man sich vorstellen und dulden kann. Yeong-Hye kommt in eine Anstalt. – Aus drei Perspektiven (Ehemann, Schwager und Schwester) wird das Schicksal der Frau zwischen Traum und gesellschaftlichen Grenzen erzählt und von Devid Striesow, Thomas Loibl und Rike Schmid gelesen. Han Kang wurde 2024 mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet (das sorgt sicher für Nachfrage in Büchereien). „Die Vegetarierin“ (2016 erstmal auf Deutsch erschienen) hat sie bekannt gemacht und zählt zu ihren Hauptwerken. Ein beeindruckendes (und manchmal auch verstörendes) Werk der zeitgenössischen Literatur.

Felix Stenert

Felix Stenert

rezensiert für den Borromäusverein.

Die Vegetarierin

Die Vegetarierin

Han Kang ; gelesen von Rike Schmid, Devid Striesow & Thomas Loibl ; aus dem Koreanischen von Ki-Hyang Lee
argon hörbuch (2024)

5 CDs (circa 351 min)
CD

MedienNr.: 621942
ISBN 978-3-8398-2172-5
9783839821725
ca. 19,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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