Die vierzig Tage des Musa Dagh

Obwohl bereits 1933 vollendet ist dieser Roman von Franz Werfel doch beinahe tagesaktuell: Seit Generationen leben um den Musa Dagh Armenier und Türken friedlich nebeneinander. Im Verlauf des Ersten Weltkriegs ändert sich die Situation 1915 schlagartig: Die vierzig Tage des Musa Dagh Die Armenier, bislang geachtete und bestens ausgebildete Nachbarn, sollen vertrieben oder deportiert werden. Gabriel Bagradian ist eigentlich nur zu Besuch in seiner Heimat und wird doch von einem Tag auf den anderen zum Gefangenen. Er stellt sich an die Spitze der armenischen Volksgruppe. Sollen sie sich einfach ihrem Schicksal beugen und der Umsiedlung folgen oder stellen sie sich den Plänen der Osmanen entgegen und kämpfen für sich und ihre Heimat? Bagradian und seine Anhänger wählen den Widerstand und verschanzen sich auf dem Berg. Trotz aller Widrigkeiten können viele gerettet werden und finden auf einem Schiff Sicherheit. - Lange Zeit war der Völkermord an den Armeniern weitgehend unbekannt, zum hundertsten Jahrestag gerät dieses Ereignis nun wieder in den Fokus. SWR, HR und NDR haben aus der Romanvorlage ein brillantes Hörspiel gemacht, das grandios besetzt und produziert ist. Das umfangreiche Booklet enthält weitere Information zum Autor, seinem Roman etc. - Ein Hörerlebnis, das man nur wärmstens empfehlen kann.

Felix Stenert

Felix Stenert

rezensiert für den Borromäusverein.

Die vierzig Tage des Musa Dagh

Die vierzig Tage des Musa Dagh

Franz Werfel. Hörspielbearb. und Regie: Kai Grehn. Mit Sebastian Blomberg ...
Der Hörverl. (2015)

3 CD (ca. 174 Min.)
CD

MedienNr.: 580782
ISBN 978-3-8445-1829-0
9783844518290
ca. 19,99 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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