Mit dir bin ich echt
Völlig überrumpelt wird Neyla von ihrem Vater, als er mit ihr in den Sommerferien in die Heimat ihrer früh verstorbenen Mutter nach Marokko fliegt. Dort will er ihr ermöglichen, sechs Wochen lang ihre Familie und damit auch ihre marokkanischen
Wurzeln kennenzulernen. Neyla hasst diese Idee, hat sie doch endlich an ihrer Schule zwei Freundinnen gefunden, die sie nicht mehr verlieren möchte; denn Einsamkeit ist für sie ein großes Thema. Bei der großen Familie ihrer Mutter wird sie sofort herzlich aufgenommen und findet sogar Adam, ihren Freund aus Kindertagen. Beide verlieben sich ineinander, müssen sich allerdings heimlich treffen. Streng sind die Sitten, wenn es um Beziehungen zwischen Männern und Frauen geht. Außerdem entdeckt Neyla einiges, wofür sie sich schämen würde, als ihre beiden Freundinnen aus Berlin einen spontanen Besuch ankündigen. Darüber kommt es zum Bruch mit Adam und mit ihren Freundinnen und Neyla ist wieder alleine. Eine dramatische Rettungsaktion und einige empathische Gespräche helfen ihr, ihren eigenen Rassismus zu erkennen und zu überwinden. Ein interessanter Beitrag zu Themen der kulturellen Identität als Chance oder als Fessel.
Lotte Schüler
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Mit dir bin ich echt
Mounia Jayawanth
one (2026)
381 Seiten
kt.