Die verschwundene Braut
Wie kann es sein, dass die Ermittlerin Vittoria so gar keine Lust hat, sich mit einem alten Fall zu befassen? Und das, obwohl ihre Mutter Libera und sogar ihre Großmutter Iole sofort Gefallen an dem Gedanken gefunden haben, sich des Falls anzunehmen?
Anfängliche Bedenken der Mutter, Vittoria zu hintergehen und auf eigene Faust zu ermitteln, werden schnell beiseitegeschoben. Schließlich muss der Mutter der vor 26 Jahren verschwundenen Braut geholfen werden zu erfahren, was damals geschehen ist. So beginnt eine aufregende Recherche, die teilweise sogar gefährlich wird. – Der Roman, der in Mailand und Umgebung spielt, holt den Leser mit einem tollen Schreibstil ab. Die unkonventionelle Konstellation mit dem Ermittlerteam bestehend aus ehrgeiziger Tochter, neugieriger Mutter und flippiger Großmutter verspricht viele humorvolle Stellen im Buch. Aber auch Spannung und Romantik kommen nicht zu kurz. So darf man sich auf einen weiteren Fall der Mailänder Detektivinnen freuen.
Corinna Meierhöfer
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Die verschwundene Braut
Rosa Teruzzi ; aus dem Italienischen übersetzt von Reneé Legrand
Thiele Verlag (2024)
252 Seiten
fest geb.