Wie unsichtbare Funken
Addie ist Autistin. Sie nimmt ihre Umwelt viel intensiver wahr als andere Menschen. Ob Licht, Geräusche oder Gefühle, Addie wird schnell alles zu viel. Manchmal wird sie von dieser starken Reizflut so stark mitgenommen, dass sie völlig abschalten
muss. Ihre Mitschüler/-innen und auch die meisten Erwachsenen können sich dieses Verhalten nicht erklären, sie meiden oder mobben sie. Addie findet zwar Halt in ihrer Familie und bei ihrer einzigen Freundin Audrey, aber sie ist stark dadurch belastet, dass die meisten sie als „andersartig“ wahrnehmen. Als sie erfährt, dass in ihrem Dorf im Mittelalter viele „andersartige“ Frauen und Mädchen als Hexen verbrannt wurden, setzt sie sich dafür ein, dass diesen unschuldigen Opfern zumindest eine öffentliche Gedenktafel gewidmet wird. - Die sehr emotionale Geschichte ist leicht lesbar und auch recht gut zu verstehen. Sie regt die jungen Leser/-innen dazu an, toleranter zu sein, „andersartige“ Mitmenschen zu akzeptieren und zu verstehen zu versuchen. Daher ist dieses Buch für Kinder ab 11 Jahren sehr zu empfehlen.
Emily Greschner
rezensiert für den Borromäusverein.
Wie unsichtbare Funken
Elle McNicoll ; aus dem Englischen von Barbara König
Atrium Verlag (2023)
223 Seiten
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 11