Grand Hotel Bellvue

Während der Schulferien begleitet der kleine Hund seine Eltern auf ihrer Geschäftsreise. Tagein, tagaus langweilt er sich in den Hotels, während seine Eltern arbeiten. Doch als sie ihn eines Tages versehentlich vergessen, beschließen er und der Grand Hotel Bellvue Hoteldirektor, dass er im Hotel ein Praktikum absolviert. Fortan macht er sich als Zimmermädchen, in der Küche und im Speisesaal, im Heizungskeller und in der Tiefgarage nützlich, und am liebsten hilft er im Schwimmbad aus. Als ihn seine Eltern abholen wollen, staunen sie, was aus dem abgewirtschafteten Hotel dank der Hilfe ihres Sohnes geworden ist! Der überbehütete Sohn hat sich zu einem wichtigen Mitglied eines Teams gemausert und von dieser Entwicklung zu lesen, ist durchaus amüsant. Denn das Setting eines leicht verkommenen Hotels mit einem Panoptikum von Angestellten und Gästen ist durchaus reizvoll und steht in großer literarischer Tradition. Die Längen im Text und die etwas holpernden Dialoge werden durch die Illustrierung aufgefangen. Hier gelingt es, die fröhliche Atmosphäre im Provisorischen zu vermitteln und das Unperfekte in nonchalanten Witz zu übersetzen. Mit dieser Originalität punktet dieses Kinderbuch.

Dominique Moldehn

Dominique Moldehn

rezensiert für den Borromäusverein.

Grand Hotel Bellvue

Grand Hotel Bellvue

Hendrik Jonas
Tulipan Verlag (2020)

[56] Seiten : farbig
fest geb.

MedienNr.: 602343
ISBN 978-3-86429-478-5
9783864294785
ca. 16,00 € Preis ohne Gewähr

Borromäus-Altersempfehlung: ab 6
Systematik: KK
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