Dr. Pat Philips und der tote Klient
Also Tote gibt es in Westlinke des Öfteren, denn die Seven Sisters, weiße, ziemlich hohe Kalksteinklippen, sind ein Hotspot für traurige Seelen, die ihrem Leben ein Ende setzen wollen. Aber Mord – so was gibt es so gut wie nie in diesem verschlafenen
Landstrich an der südenglischen Küste. Deshalb ist der Fall Henry Clayton für die Polizei schnell klar: Selbstmord. Eine Theorie, mit der Pat Philipps so gar nichts anfangen kann. Immerhin war sie Henrys Therapeutin und für sie kann er nur aus einem Grund die Klippen hinabgestürzt sein: Er wurde gestoßen. Aber bei DS Stevens beißt sie mit ihrem Ansatz auf Granit. Also nimmt sie die Ermittlungen kurzerhand selbst in Angriff: mit scharfem Blick für die menschlichen Schattenseiten, unterstützt von einem kratzbürstigen Kater und einem Nachbarn mit sehr ambitionierten Likör-Ideen. – Ein typischer Cosy-Crime mit skurrilen und liebenswerten Charakteren, die durch einen gut durchdachten Plot wandern. – Für alle Bestände geeignet.
Jutta Weber
rezensiert für den Borromäusverein.
Dr. Pat Philips und der tote Klient
Philippa Perry ; aus dem Englischen von Elke Link
Ullstein (2026)
Die Therapeutin und ihre Mörder
348 Seiten : Karte
kt.