Die Mittagsfrau

Im letzten Winter des Zweiten Weltkriegs: die russische Armee rückt nach Westen vor und die Menschen fliehen. Krankenschwester Helene lässt ihren 7-jährigen Sohn Peter allein am Bahnhof Stettin zurück und verlässt ihn für immer. Wie kam es zu Die Mittagsfrau dieser ebenso tragischen wie schwerwiegenden Entscheidung? Julia Franck erzählt in ihrem mit dem "Deutschen Buchpreis 2007" ausgezeichneten Roman die Lebensgeschichte von Helene, die manches erklärt, aber nichts rechtfertigt. Aufgewachsen in der Lausitz, ohne von den eigenen Eltern geliebt zu werden, stürzt sie sich in das großstädtische Leben des Berlins der 1920er Jahre. Hier lernt sie auch den Philosophiestudenten Carl kennen und lieben, doch kurz vor der Verlobung verunglückt Carl tödlich. Emotional tief getroffen, heiratet sie den überzeugten Nationalsozialisten Wilhelm, den sie aber nie wirklich lieben wird. Zu Kriegsende ziehen Russen übers Land und vergewaltigen die Frauen. Verstört und ohne die Fähigkeit, ihre Empfindungen zu äußern, kommt es zur "Verzweiflungstat" am Bahnhof. - Von der Autorin selbst eindrucksvoll vorgetragen, wird dieses Hörbuch sicher auch wegen der Medienresonanz nachgefragt werden. Vor allem in größeren Büchereien neben/statt der Buchausausgabe möglich.

Felix Stenert

Felix Stenert

rezensiert für den Borromäusverein.

Die Mittagsfrau

Die Mittagsfrau

Julia Franck liest
Der HörVerl. (2007)

6 CD (ca. 397 Min.)
CD

MedienNr.: 278412
ISBN 978-3-86717-153-3
9783867171533
ca. 29,95 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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