Die große Hitze
Privatdetektiv Philipp Marlowe erlebt im September 1938 in Los Angeles eine große Hitzewelle. Nachdem er einen Fall abgeschlossen hatte, erhält er in seinem Büro den Anruf einer Frau, die einlädt, sie und ihren Auftraggeber auf dem Anwesen des
Millionärs Montgomery kennenzulernen. Da Marlowe neugierig ist, fährt er dorthin. Der totkranke Montgomery beauftragt den Privatdetektiv, seine junge Tochter Christine wiederzufinden. Sie ist nach einer Party anlässlich ihrer Verlobung verschwunden. Marlowe mag weder den unsympathischen Millionär noch dessen Privatsekretärin Lyle, nimmt den Auftrag aber an. Recht schnell kann er die reiche Tochter und Alleinerbin finden. Doch statt sie seinem Vater zu übergeben, entschließt er sich, sie zu beschatten. Er sieht sie als reiche Alleinerbin in der Großstadt in Gefahr. Als sie tatsächlich in Schwierigkeiten gerät, versteckt er sie und versucht, die wahren Hintergründe aufzuklären. – Die schottische Krimiautorin hat den Urtyp des amerikanischen Privatdetektivs wiederauferstehen lassen. Dabei hat sie den Ton der damaligen Krimis getroffen und Marlowe behutsam ein moderneres Verhältnis zu Frauen gegeben. Ein rundum gelungener Krimi für alle, die in die Zeit der 1930er-Jahre an der Westküste eintauchen wollen.
Helmut Lenz
rezensiert für den Borromäusverein.
Die große Hitze
Denise Mina ; Deutsch von Else Laudan
Argument Verlag (2026)
Ariadne ; 1284
301 Seiten
fest geb.