Land ohne Eile
Journalist Tobias Lehmkuhl nahm sich einen Sommer lang Zeit, um Masuren zu erkunden. Begeistert neigte er sich über die Landkarte und machte sich auf zu einer intensiven Reise. Bei der Beschreibung von Erlebnissen und Landschaft lässt er viel geschichtliches
Wissen einfließen. Auch zahlreiche Autoren und Dichter kommen zu Wort. Beginnend in Osterode, wo ihn eine etwas enttäuschende Wanderung zum ersten Mal nach Masuren führt, tastet er sich weiter nach Nikolaiken, unternimmt von dort Ausflüge hinein ins Land. Überall umgibt ihn die deutsche Geschichte, überall stößt er auf deren Vermächtnisse. Die Menschen begegnen ihm oft einsilbig und verschlossen. - Masuren wird als Reiseland immer beliebter. Auch in Lehmkuhls Erzählungen spürt man die Faszination. Stellenweise geraten die Beschreibungen allerdings ein wenig eintönig, setzen schon eine bestimmte Kenntnis voraus. Kennern von und Reisenden nach Masuren ist das Buch allerdings durchaus zu empfehlen.
Tina Schröder
rezensiert für den Borromäusverein.
Land ohne Eile
Tobias Lehmkuhl
Rowohlt (2012)
218 S. : Kt.
fest geb.