Karl Konrads heimliches Afrika
Sein Vater hat die Familie schon vor langer Zeit Richtung Afrika verlassen und auch Karls Bruder hat es dorthin gezogen. Zurückgeblieben ist Karl Konrad, der sich eher schlecht als recht um seine Mutter und den gemeinsamen Haushalt kümmert. Da bringt
eines Tages der Briefträger eine Postkarte vom Bruder aus Afrika. Gleichzeitig tauchen zwei Farbige im verschlafenen Provinznest auf. Ist Afrika vielleicht näher als man denkt - vor allem, wenn man nicht dorthin reist, sondern man es sich vor die Haustür holt? Karl Konrad hat einen abenteuerlichen Plan und durch glückliche Fügung bekommt er exotische Tiere und kann hinter dem Wald sein eigenes kleines Afrika aufbauen. Die übrigen Dorfbewohner haben schon lange Zweifel an Karls Verstand, aber diesmal scheint er alles bisher Dagewesene zu übertreffen. Aber auf den Sommer folgt der Herbst und der afrikanische Traum gerät in arge Schieflage. Florian Beckerhoff hat sich durch "Frau Ella" und "Das Landei" eine Fangemeinde erschrieben. Das "heimliche Afrika" ist manchmal zäh und nicht immer kann man der Geschichte ohne weiteres folgen. Daran ändert auch die gelungene Lesung von Bjarne Mädel nichts. Trotzdem ist mit Nachfrage zu rechnen - bei Bedarf durchaus als leichte Unterhaltungsware zu empfehlen.
Felix Stenert
rezensiert für den Borromäusverein.
Karl Konrads heimliches Afrika
Florian Beckerhoff. Gelesen von Bjarne Mädel
Hörbuch Hamburg (2012)
4 CD (ca. 280 Min.)
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