Kayabu

In einem Dorf an einem Flussarm des Amazonas wohnt Naná mit ihrer Familie. Eines Tages bekommt Nanás Klasse einen neuen Schulkameraden, Kayabu. Der Junge lebte mit seiner Familie im Regenwald, den sie aber wegen der Brandrodungen verlassen mussten. Kayabu Kayabu und Naná tauschen sich über ihre Lebensweisen aus, doch ihre Freundschaft währt nicht lange: Kayabus Familie zieht weiter. Es ist die Geschichte eines gegenseitigen Interesses beider Kinder: die Wohnverhältnisse der großen Familie, der Umgang mit Geld, die tägliche Sorge um Nahrung, die Fähigkeiten zu schwimmen und Fische zu fangen – obwohl die Kinder beide Bewohner des Amazonasgebietes sind, unterscheiden sich ihre Lebensstile erheblich. Und auch die jungen Leser:innen und Betrachter:innen dieses Kinderbuchs werden viel über diese so weit entfernte Region lernen. Das bewirken die vielen Dialoge der Erzählung, die eine große Unmittelbarkeit vermitteln. Und auch die breit angelegten Bilder malen den erzählerischen Raum schön und detailreich aus. Es sind Collagen aus Papier, Stoffen und Pflanzenfasern, die in ihrer Textur einen besonderen Erfahrungsraum schaffen. Diese so außergewöhnliche Gestaltung wird dafür sorgen, das Interesse an Amazonien zu wecken. Sie lässt das Ferne und Fremde ganz nah erscheinen.

Dominique Moldehn

Dominique Moldehn

rezensiert für den Borromäusverein.

Kayabu

Kayabu

Eymard Toledo ; aus dem Portugiesischen von Michael Kegler
Baobab Books (2024)

[40] Seiten : farbig
fest geb.

MedienNr.: 618029
ISBN 978-3-907277-24-9
9783907277249
ca. 22,00 € Preis ohne Gewähr

Borromäus-Altersempfehlung: ab 6
Systematik: KK
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