Kleine Schwächen

London 1990: Der Roman dreht sich um eine Familie in Schwierigkeiten und um einen Boulevard-Reporter, der ihre Geheimnisse aufdecken will. Tom Hargreaves stolpert über etwas, das sich als ein schreckliches Verbrechen herausstellen könnte: Ein Kind Kleine Schwächen ist umgekommen und es gibt das Gerücht, ein anderes Kind sei schuld. Um sich den Knüller zu sichern, muss er der Geschichte einer irischen Unterschichtsfamilie auf den Grund gehen. Die Familie um Carmel und ihre 10-jährige Tochter Lucy wird zunächst in breiten Strichen von außen geschildert. Doch während der Recherchen werden durch Perspektivwechsel und Rückblicke die Familienmitglieder in den Mittelpunkt gestellt. Carmel hatte ihre Schwangerschaft verheimlicht, ja sogar sie selbst hatte sie zu ignorieren versucht. Letztendlich war ihre Tochter Lucy dann von ihrer Mutter Rose aufgezogen worden. Erst am Ende des Romans kann Carmel ihre Tochter annehmen. – Die irische Autorin Megan Nolan nimmt die Leser:innen in ihrem zweiten Roman mit zu einer Familie mit ihren großen und kleinen Fehlern, und zeigt anschaulich, wie „kleine Schwächen“ (so der Titel) ein Leben aus der Bahn schubsen können – und wie es doch ein gutes Weiterleben geben kann.

Karin Blank

Karin Blank

rezensiert für den Borromäusverein.

Kleine Schwächen

Kleine Schwächen

Megan Nolan ; aus dem Englischen von Stefanie Ochel
Kjona Verlag GmbH (2026)

254 Seiten
fest geb.

MedienNr.: 624611
ISBN 978-3-910372-63-4
9783910372634
ca. 24,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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