Eine Nacht im Zelt
„Eine Nacht im Zelt“ ist der 3. Band der Reihe „Molly mittendrin“ (Bd.1 und 2: BP/mp 26/46) und erzählt von einem Mädchen, das sich in der Welt zurechtfindet. Familiäre und schulische Alltagsgeschichten werden manchmal zu Herausforderungen.
Die Klasse wird eine Nacht im Wald zelten und Molly ist mit der Aussicht auf Abenteuer und Lagerfeuer mit Stockbrotessen nicht zu locken. Denn sie hat Angst vor der Dunkelheit. Angst, ohne ihre Eltern im Wald zu übernachten, und traut sich nicht, diesen Ausflug mitzumachen. Sie hat dabei pragmatische Fragen: Wenn sie nachts auf die Toilette muss? Wenn Spinnen oder andere Tiere in ihren Schlafsack krabbeln? Wenn sie nicht mit ihrer besten Freundin zusammen übernachten darf? Letztlich fährt sie mit und lernt, dass man sich überwinden kann und dann sogar Spaß hat. – Molly ist eine aus dem Leben gegriffene Persönlichkeit, die sich viele Gedanken macht, mal motzig ist, sich wunderbar freuen kann und innerhalb ihrer Familie bestens aufgehoben ist. Einfühlsam, witzig und unterhaltend spielen die farbigen Illustrationen und der Text zusammen. Der Erzählton ist lebensnah und macht die Handlung emotional nachvollziehbar. Eine großartige Reihe zum Vorlesen (ab 6) und Selbstlesen (ab 8). Der liebenswerten Heldin folgt man sicherlich gerne in weiteren Büchern.
Manuela Hantschel
rezensiert für den Borromäusverein.
Eine Nacht im Zelt
Sabine Lemire ; Signe Kjær ; aus dem Dänischen von Maike Barth
Klett Kinderbuch (2026)
Molly mittendrin ; 3
105 Seiten : zahlreiche Illustrationen (farbig)
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 6