Die Vunderwollen
Es erinnert ein bisschen an Alice im Wunderland, als Jo dem Familienpicknick entflieht und im Wald ein reitendes, schlecht gelauntes und winzig kleines Königspaar entdeckt. Sie folgt den beiden und gerät in ein Dorf voller kleiner, liebenswerter
Fabelwesen. Ein selbst ernannter Kaiser, narzisstisch, tyrannisch und größenwahnsinnig wie Personen der realen Welt, ließ einige der Dorfbewohner entführen und im Kerker seines Schlosses gefangenhalten. Jo schließt sich dem Rettungstrupp an und erlebt spannende Abenteuer, bei denen Mut und Hilfsbereitschaft am Ende zum Sieg über den bösen Katzen-Kaiser führen. Zarte Bilder unterstreichen den poetischen Charakter der Geschichte, die trotz einiger Kampfszenen vor allem den Zauber der Fantasie und den Wert des Zusammenhalts vermitteln. Das ist für Jo eine wichtige Erfahrung, die, so kann man vermuten, auch das Zusammenleben in ihrer neuen Patchwork-Familie in einem viel besseren Licht erscheinen lässt. Besonders für Kinder empfehlenswert, denen Poesie und Zauber wichtiger sind als harte Action und schrille Zeichnungen.
Lotte Schüler
rezensiert für den Borromäusverein.
Die Vunderwollen
Camille Jourdy ; aus dem Französischen von Annette von der Weppen
Reprodukt (2020)
155 Seiten : farbig
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 8