Drei aus der Zukunft
Science Fiction für Erwachsene bietet meist viele technische Errungenschaften und schlaue Wissenschaftler. Hier liegen fünf kurze Abenteuer von Kindern im Jahr 2065 vor. Fahrten mit einem Hoverball, Betreuung durch Roboter in der Schule – es gibt
sogar einen Petz-Roboter – gehören zum Alltag. Auch diese Kinder lieben Spukgeschichten und hassen es, auf jüngere Geschwister aufpassen zu müssen. Allerdings ist technische Unterstützung allgegenwärtig und so selbstverständlich, dass der Stromfrei-Tag die Kinder vor ungewohnte Herausforderungen stellt: Banane statt Smoothie zum Frühstück, ein gedrucktes Buch statt elektronischem Medium oder gar der Umgang mit einem analogen Wollknäuel. Der ungeschickte Umgang mit den Dingen aus der Vergangenheit erinnert an den ungeschickten Umgang mit aktueller moderner Technologie durch die ältere Generation. Immer wieder zeigt die Autorin, dass der Spaß an Entdeckungen und die Neugier auch den Kindern der Zukunft erhalten bleiben könnte. Für junge Leser:innen der Jetztzeit fantasieanregend, wie Schule und Welt in 40 Jahren aussehen könnten, und was davon erstrebenswert ist. Wir Erwachsenen können dabei hoffen, dass diese Welt genau so bunt und witzig wird, wie hier gezeigt. Der Comic ist schon in der Zeitschrift Leo, Kinderversion der Zeit, erschienen.
Lotte Schüler
rezensiert für den Borromäusverein.
Drei aus der Zukunft
Aisha Franz
Reprodukt (2024)
75 Seiten : farbig
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 8