Quatsch lässt sich nicht programmieren
Langeweile wegen Unterrichtsausfall bringt die drei Kinder der Zukunft in ihrem zweiten Band (BP/mp 24/916) auf die Idee, einen eigenen Comic zu entwickeln – KI generiert natürlich, das 21. Jh. ist schließlich weit fortgeschritten. Die Bedürfnisse
der Kinder haben sich weniger verändert und daher wollen sie lustige Geschichten kreieren lassen. Sie wünschen sich Spaß, den gibt es auch in einer Disco. Und Liebe, dazu wird der Putzroboter umprogrammiert, mit witzigen Resultaten: Am Ende wird vom angebeteten Roboter die Feuerlösch-Anlage betätigt, um die brennende Liebe zu löschen. Ein Hund muss auch vorkommen, der zu ein paar lustigen Verwechslungen führt, und es geschehen Pannen beim Schrottwichteln. Es knallt einige Male, es fliegen wortwörtlich die Fetzen, das soll dann besonders witzig sein. Und gelegentlich scheint die Autorin dabei witzig mit albern zu verwechseln. Die zukünftige Technik wird von den Kindern völlig selbstverständlich und kreativ verwendet, vielleicht ein Hinweis auf eine tatsächlich positive Entwicklung der Zukunft. Bei der Ausarbeitung der Geschichten selbst bewegt sich die Autorin hart an der Grenze zwischen witzig und albern, überschreitet sie gelegentlich. Weitere Bände sollen folgen, müssen aber nicht sukzessive gelesen werden.
Lotte Schüler
rezensiert für den Borromäusverein.
Quatsch lässt sich nicht programmieren
Aisha Franz
Reprodukt (2026)
Drei aus der Zukunft ; 2
81 Seiten : farbig
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 6