Gestrandet bei den Elfen
Auch in diesem zweiten Band über den Ork, der bei den Menschen gestrandet ist (vgl.: BP/mp 25/369), ist Aurora die Einzige, die seine Fremdheit erkennt. Sie gibt nicht auf, ihn in die Geheimnisse der ihm fremden Welt einzuweihen, und unermüdlich
hilft sie ihm beim Lesen- und Schreibenlernen. Mitten im Geschichtsunterricht jedoch öffnet sich eine Tür und die beiden landen im Land der Elfen. Dort tobt seit Jahrhunderten ein grausamer Krieg und plötzlich vertauschen sich die Rollen – Ork weiß, wie man in dieser Welt überlebt. Er findet einen guten Schlafplatz, geschützt von Bären und fleischfressenden Hirschen, kann mit fiesen Zauberern umgehen und findet immer etwas zum Essen. Unterdessen ist Aurora nicht untätig. Sie nutzt jede ruhige Minute, um Ork das Lesen und Schreiben beizubringen. Als die beiden den Knubbelzwergen einen Gefallen erweisen, landen sie plötzlich wieder im Klassenraum, gerade rechtzeitig zum Geschichtstest und – oh Wunder – Ork kann schreiben. Das Aufeinanderprallen dieser zwei so unterschiedlichen Welten und der beiden völlig verschiedenen Protagonisten erzeugt witzige Situationen, die von den humorvollen, farbigen Illustrationen unterstützt werden. Die rahmenlosen Panels mit dem weißen Hintergrund heben diese Reihe hervor. Für Fans von Aurora und Ork sicher ein Lesevergnügen.
Ursula Reich
rezensiert für den Borromäusverein.
Gestrandet bei den Elfen
Lewis Trondheim ; aus dem Französischen von Ulrich Pröfrock
Reprodukt (2025)
Aurora und der Ork ; 2
62 Seiten : farbig
kt.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 9