Loney
In der Karwoche pilgert eine kleine Gruppe tiefgläubiger Menschen in den entlegenen Küstenort Moorings. Hier wollen sie unter (An-)Leitung ihres jungen Priesters Father Bernard in der alten Wallfahrtskirche von The Loney für den geistig behinderten
Jungen Hanny Smith beten. Niemand weiß genau was Hanny fehlt und was ihm helfen könnte. So setzt seine Familie all ihre Hoffnungen in diese Pilgerreise. Sein Bruder Tonto ist damals fünfzehn Jahre alt. Jahrzehnte später erinnert er sich an die verstörenden Ereignisse jener Woche, denn in Loney und Umgebung geschehen unglaubliche Dinge. Tontos Erzählungen bewegen sich zwischen der Realität und düsteren schaurigen Gothic-Fantasien, die Grenzen zwischen Traum, Trauma und Wirklichkeit verschwimmen zunehmend. Das Debüt von Andrew Michael Hurley wurde in Großbritannien bereits ausgezeichnet. Die souveräne Lesung von Steffen Groth unterhält, lässt aber keinen wirklichen Thrill aufkommen. Letztlich ein persönliches Schicksal gepaart mit düsteren Fantasien. Eher für größere Büchereien als Ergänzung geeignet.
Felix Stenert
rezensiert für den Borromäusverein.
Loney
Andrew Michael Hurley. Gelesen von Steffen Groth
Hörbuch Hamburg (2016)
7 CD (ca. 525 Min.)
CD