Die kleine Hexe, die ihren Besen verlor
Die kleine Hexe ist aufgeregt: bald wird sie mit ihrem Kater zusammen in den Vollmond fliegen – allerdings fehlt der Besen, ohne den der Hexentanz nicht möglich ist. Sie sucht vergeblich, dann probiert sie verschiedene Fahrzeuge aus: Roller, Fahrrad,
Zug, sogar einen Bagger – doch ohne Fliegen geht es nicht. Das Flugzeug schließlich ist sehr cool, doch dann ist der Tank leer – kurz: ohne den typischen Hexenbesen geht es nicht. – Ein aufmerksamer Betrachter hat längst beobachtet, dass der Besen offenbar Schabernack mit ihr treibt und ständig in ihrer Nähe ist, auch wenn man auf den abstrakt und multiperspektivisch gehaltenen Illustrationen genau hinschauen muss. Schließlich, als nichts mehr geht, wird der Leser direkt angesprochen. Sein "Dreh dich um!" bringt der Protagonistin endlich das ersehnte Fluggerät. Die sehr sympathische Variation von Weggeschichte lebt von flotten Reimen und sehr dynamischen Bildern, in denen sich viel entdecken lässt. – Ein sehr reizvolles und vergnügliches Buch, allen Beständen für Kinder ab 4 Jahren gerne empfohlen.
Birgit Karnbach
rezensiert für den Borromäusverein.
Die kleine Hexe, die ihren Besen verlor
Elaine Bickell ; mit Illustrationen von Raymond McGrath ; aus dem Englischen von Cornelia Boese
Knesebeck (2024)
[40] Seiten : farbig
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 4