Glückscollage
Es sind allesamt Geschichten von Menschen mit Grenzerlebnissen, die Ling Ma in ihrem neuesten Werk beschreibt: Da lebt eine Frau in einem mehr als toxischen Verhältnis mit ihren zahllosen Liebhabern in der Villa ihres Mannes, der nur noch in Banknoten
redet. Eine andere Frau geht mit einer Freundin durch die Einnahme einer synthetischen Droge auf irre psychotische Reisen. Eine andere hat einen wahnwitzigen One-Night-Stand mit einem Yeti. Wieder in einer anderen Erzählung wird ein Peking-Enten-Gericht zum literarischen Sujet ... – Die gebürtige Chinesin Ma Ling wuchs in den USA auf, wo sie zu einer mehrfach prämierten Schriftstellerin wurde. Sie macht es dem Leser nicht leicht, sich in ihre Geschichten einzufinden. Doch wer es geschafft hat, macht Bekanntschaft mit einer der wohl kreativsten Autorinnen, die die USA derzeit zu bieten haben. Für Leser mit Interesse für Literatur, die man nicht einfach nebenbei genießen kann.
Günter Bielemeier
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Glückscollage
Ling Ma ; aus dem Englischen von Zoë Beck
CulturBooks Verlag (2024)
213 Seiten : Illustration
fest geb.