Tomahawk
In den Kolonien von Ohiotal werden während des Siebenjährigen Kriegs im Jahr 1758 französische Soldaten eines abgelegenen Forts von britischen Streitkräften angegriffen. Dieser Konflikt interessiert Milizionär Jean Malavoy weniger, der von einer
lebenslangen Jagd auf einen gigantischen Grizzly angetrieben wird. Einst tötete das Tier seine Mutter. Auf der Suche in der Wildnis rettet der mit einer Indianerin zusammenlebende Jean einen unerfahrenen Soldaten vor blutrünstigen Highlandern und ihren verbündeten Mohawk-Kriegern. Patrick Prugne legt einen weiteren stimmungsvollen Western-Einzelband vor. Überzeugen kann der Spezialist für historische Stoffe mit einem an „Lederstrumpf“ erinnernden Abenteuer über Rache, Verblendung, Schuld und Sühne. Der fesselnde, im Finale etwas konstruierte Plot nimmt durch atmosphärische Aquarellzeichnungen für sich ein, mit denen teils über zwei Seiten hinweg die Natur als weiterer Protagonist teils idyllisch, teils bedrohlich in Szene gesetzt wird.
Gregor Ries
rezensiert für den Borromäusverein.
Tomahawk
Patrick Prugne ; aus dem Französischen von Harald Sachse
Splitter (2021)
102 Seiten : farbig
fest geb.