Schmetterlingskind
Den Namen des kleinen Jungen, um den es hier geht, erfahren wir nicht, und auch sonst kommt das Bilderbuch mit wenigen Worten aus. Dafür gibt es bunte Bilder einer kreativen, kunterbunten Umgebung und ein Kind mit viel Fantasie. Als er sich hinauswagt
aus seiner Fantasiewelt, prallen diese und die Welt anderer, spielender Kinder aufeinander. Ein Ball, der ihn am Kopf trifft, unterbricht jäh seinen fantasievollen Schmetterlingstanz. Die anderen Kinder verstehen das nicht. Sie ahmen ihn nach und zerren an seinen Flügeln, bis er barsch reagiert: Lasst mich in Ruhe! Er lässt seine Schmetterlingsflügel fallen und zieht sich beleidigt zurück. Aber dann kommt Papa, der ihn versteht und ermutigt. Er hilft ihm, seine fantasievollen Vorstellungen zu ordnen und umzusetzen. - Das Buch zeigt in schönen, eindrucksvollen Bildern, wie aus vielen kleinen, chaotischen Fantasien eine große, bunte Fantasie wächst, die auch das Interesse der anderen Kinder wecken kann. Ein Buch vom Alleinsein, Anderssein, von Ermutigung, Verstehen und beginnender Freundschaft – für Kinder ab fünf Jahren.
Christiane Raeder
rezensiert für den Borromäusverein.
Schmetterlingskind
Marc Majewski ; aus dem Englischen von Katharina Naumann
Von Hacht (2023)
[48] Seiten : farbig
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 5