Frau Morgenstern und die Offenbarung
Violetta Morgenstern, eine pensionierte Lehrerin, lebt mit ihrem guten Freund Miguel Schlunegger und dessen Zwillingstöchtern friedlich als Pensionistin in ihrem Häuschen. Was keiner weiß: Sie und Miguel sind Profikiller, die im Auftrag einer geheimen
Organisation der Schweizer Regierung unliebsame Personen aus dem Weg räumen und dabei mit den neusten technischen Mitteln arbeiten. Diesmal sollen sie einen Ägyptologie-Professor und sein Team eliminieren, der bei einem Mumienfund ein Dokument gefunden hat, bei dessen Veröffentlichung die Schweiz ihr weltweites Renommee verlieren und in die wirtschaftliche Katastrophe geraten würde. Dumm nur, dass den beiden Profis ein Dilettant dazwischenkommt und das ganze Wissenschaftlerteam in die Luft sprengt. Der Auftrag für Frau Morgenstern und ihren Partner: Findet den Querschläger und eliminiert ihn. – Die Zusammenfassung der Handlung zeigt schon: Die Morgenstern-Thriller (zuletzt: BP/mp 25/396) sind eine Krimi-Parodie, aber allererster Güte. Mit zum Teil irrwitzigen Volten und Entwicklungen in seiner Handlung, völlig skurril und dabei doch so menschlich gezeichneten Charakteren und einem prächtigen Sprachstil, der vor Humor in der Schattierung und Art nur so strotzt, treibt der Autor jedem Leser die Lachtränen in die Augen, und das, ohne auch nur ein Gran an Spannung zu verlieren! Wunderbar! Wer Krimis liebt und Krimi-Parodien im Besonderen, sollte dieses Buch lesen. Allen Beständen wärmstens zu empfehlen!
Günter Bielemeier
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Frau Morgenstern und die Offenbarung
Marcel Huwyler
grafit (2025)
282 Seiten
kt.