Iris
Iris ist Autorin und lebt mit Anton, einem Fotografen, zusammen. Sie ist viel unterwegs und berichtet Anton von ihren Erlebnissen, wenn sie wieder nach Wien zurückkommt. Er zeigt ihr dann seine Fotos, die er hauptsächlich mit defekten Kameras macht.
Der Roman beginnt ca. 2019. Die Covid-Pandemie und auch der Ukraine-Krieg spielen eine Rolle. Iris und Anton leben in einer offenen Beziehung und sie erzählt auch von ihren unterschiedlichen Beziehungen mit den Männern auf ihren Reisen. Über die ganze Zeit beschäftigt sie sich auch mit den Hexenprozessen in Salem im 17. Jh. Immer mehr überlagern diese Recherchen sich mit ihren Erlebnissen. Traum, Wahrheit, Vergangenheit und Realität vermischen sich immer mehr. In 13 Kapiteln mit 13 Sätzen ist dieser Roman eine Herausforderung. Dies, sowie die unterschiedlichen Handlungsorte und die vielen Personen erfordern ein genaues, konzentriertes Lesen. Iris ist keine einfache Person. Ihre Ansichten, ihre sexuellen Abenteuer, ihr Umgang mit Anton, ihre Recherche und die aus all dem resultierenden Empfindungen sind keine leichte Kost. Für eine geübte und aufgeschlossene Leserschaft.
Angela Hagen
rezensiert für den Borromäusverein.
Iris
Laura Freudenthaler
Jung und Jung (2026)
171 Seiten
fest geb.