Jubako
Je nach Spielerzahl bis zu 76 der 78 dominoähnlichen Kunststoffsteine liegen bereit, die meisten zunächst verdeckt. Auf dem eigenen Spielplan sind einige Symbole aufgedruckt und werden im Laufe des Spieles überbaut. Der Kniff besteht darin, dass
mindestens ein Symbol des neuen Plättchens zu dem schon vorhandenen Symbol - aufgedruckt oder schon gelegt - passen muss. Diese Regel kann auch schon von Kindern verstanden werden. Etwas tückischer ist die Planung der eigenen Auslage, wo Glück und vorausschauende Überlegungen für einen Sieg nötig sind. Da könnten jüngere Kinder gnadenlos abgehängt werden, weil sie die siegentscheidenden Bonuspunkte tendenziell weniger oft erhalten. Und ruhige Legespiele mit der Versuchung, länger über den eigenen Zug nachzudenken, können sowieso nur wenige Kinder an den Spieltisch locken. Zwei Varianten machen das Spiel noch etwas taktischer. Unter all den schon auf dem Markt befindlichen Legespielen begeistert dieses Spielerfahrene weder mit seinem Spielreiz noch mit seinem Material - das zusätzlich Kontrollaufwand mit sich bringt. Ein großer Vorteil ist der leichte Zugang zu den Spielregeln. Daher für den Verleih geeignet, wenn der Kontrollaufwand nicht stört und die Nutzer nicht zu den anspruchsvollen Vielspielern gehören. Das Thema - packen einer japanischen Box mit typischen Leckereien - könnte auch durch andere Themen ersetzt werden.
Lotte Schüler
rezensiert für den Borromäusverein.
Jubako
Michael Kiesling, Wolfgang Kramer ; Illustration: Francesca Pignataro
Ravensburger (2020)
1 Spiel (4 doppelseitige Spielpläne, 78 Spielsteine, 12 Extrasteine, 4 Siegpunktemarker, 16 Siegpunkteplättchen, Anleitung)
Spiel
Borromäus-Altersempfehlung: ab 8