Face noir
Der Italienische Entwickler Gabriele Papalini will in "Face Noir" die dunkle und kaputte Psycho-Atmosphäre der 1930er Jahre und der Weltwirtschaftskrise und des gesellschaftlichen Niedergang lebendig werden lassen. Passend dazu macht er den Privatdetektiv
Jack Maria del Nero zur Hauptfigur des Spiels um die junge Susan Webber. Darin selbst wird del Nero vom Aufklärer zum Dreh- und Angelpunkt der Handlung. Musik und Design lassen diese Zeit glaubhaft auferstehen. Die Stimmen sind nicht immer synchron und passen oft nicht zu den Charakteren. Überhaupt ist die Übersetzung ins Deutsche an vielen Stellen sehr dürftig. Die Handlung ist sehr vorausschaubar und die Probleme und Aufgaben sind schwer zu lösen. Es dauert ziemlich lange bis das Spiel eingerichtet und einsatzbereit ist durch die lange Installationszeit. Das beigefügte Booklet mit Soundtrack ist unnötiges Beiwerk. Für die unangemessen niedrige Qualität des Gesamtpakets ist der Preis mit 34, 99 € sehr hoch. Die Sprache und die Szenen sind mit unnötiger Gewalt angereichert. Es verwundert nicht, dass die Pegi das Spiel erst ab 16 Jahren empfiehlt. Es wundert ebenso wenig, dass Benjamin Schmädig das ganze Spiel in der Spielezeitschrift "4 Players" mit ausreichend getestet hat. Der Rezensent geht noch weiter und hält das Spiel in der Gesamtbewertung für durchschnittlich gemacht und für eine Bibliothek für ungeeignet.
Karsten Steil-Wilke
rezensiert für den Borromäusverein.
Face noir
Story, Design und Grafik: Gabriele Papalini. Cast: Andreas Otto ...
Euro Video [u. a.] (2012)
1 DVD-ROM
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