Neuland
Wikingern eilt ihr Ruf voraus. Nur so ist es zu erklären, dass die Wikingergruppe in Neuland keine Schlachten schlägt, sondern auf verwaistes Land trifft. Pro Runde platzieren die Spieler jeweils einen Wikinger auf dem zentralen Plan und sammeln
Schafe, Äxte, Holz und Gold ein. So nebenbei kann es auch schon mal ein Haus oder, sobald sie in ausreichender Anzahl auftreten, die ein oder andere Stadt, Burg oder Wachtürme sein. Alles, was so eingesammelt wird, landet auf den privaten Geländen der Spieler in der von ihnen gewählten Anordnung. Bei diesem geradezu freundlichen Legespiel schnappt man sich begehrte Plätze, fiebert auf die Vollendung der eigenen Baustellen durch Belegung der Nachbarfelder des begrenzten Spielplans mit den richtigen Ressourcen. Neuland spielt sich flott, ist schnell erklärt, verführt manche zum etwas längeren Grübeln. Insgesamt sind die Möglichkeiten aber überschaubar und eine Partie innerhalb von 60 kurzweiligen Minuten gespielt. Das Material entspricht dem soliden Standard, die Plättchenzahl ist nicht wirklich spielbestimmend. Das Spiel ist zu Recht auf der Nominierungsliste für das "Kennerspiel des Jahres 2025". Es wird sicher für die Ausleihdauer auch Familien begeistern, ob es aber längerfristig zu überzeugen weiß, halte ich mangels der Abwechslung der einzelnen Partien für fragwürdig. – Bei Nachfrage und guter Finanzlage empfehlenswert. Ab 10.
Thomas Patzner
rezensiert für den Borromäusverein.
Neuland
Autoren: Charles Chevallier und Laurent Escoffier ; Illustration: Naïade
Game Factory (2024)
1 Spiel (4 Siedlungspläne, 4 Landschaftsteile, Ozeanteil, Trophäenteil, 52 Wikinger, 90 Ressourcen-, 43 Gebäude-, 30 Aufwertungs-, 15 Baustellen-Plättchen, 12 Schilde, 5 Trophäen, Beutel, Wertungsblock, Spielregel)
Spiel