Fast ein Leben
Im Sommer 1978 kommt Erica aus England nach Paris, um hier das Leben kennenzulernen. Schon bald ist es Laure, die junge, selbstbewusste Doktorandin, die sie kennenlernt. Zwischen ihnen entbrennt eine Liebe voller Leidenschaft, die aber mit der Rückkehr
Ericas zu enden scheint, weil keine der beiden ihre Sehnsucht nach einer gemeinsamen Zukunft in Worte fassen kann. Während Erica in England ihr Studium aufnimmt und verschiedene Beziehungen eingeht, stürzt Laure in eine schwere Depression und wird alkoholabhängig. Jahre vergehen, Erica ist zwischenzeitlich verheiratet und verbringt einige Wochen in Paris, um an ihrem Roman zu arbeiten. Wochen, in denen die Liebe wieder neu und leidenschaftlich aufflammt. Wieder führen Missverständnisse dazu, dass Erica zurück in ihre Heimat reist. Doch die Lebenswege werden sich immer wieder kreuzen. – Diese berührende, tiefgründige queere Liebesgeschichte ist eine Was-Wäre-Wenn-Geschichte über verpasste Chancen. Sie lässt uns an unsere erste Liebe und Lebensentscheidungen denken und berührt zutiefst, dabei lässt sie die gesellschaftlichen Veränderungen im Leben queerer Menschen nicht außer Acht. – Bitte überall einstellen!
Barbara Dorn
rezensiert für den Borromäusverein.
Fast ein Leben
Kiran Millwood Hargrave ; aus dem Englischen von Andrea Stumpf und [einer weiteren]
Kein & Aber (2026)
571 Seiten
fest geb.