Cave 72
Der satirische Debüt-Roman des kongolesischen Autors, ausgezeichnet mit dem Prix Voix d'Afriques, kommt manchmal chaotisch, im Wesentlichen aber bissig-böse und eindeutig in seiner Grundbotschaft daher: Der Sekretär des Nationalen Sicherheitsrates
des Landes gibt, um sich zu beweisen, eine Anweisung an seinen Untergebenen weiter, einen Freundeskreis aus vier jungen Männern ins Visier zu nehmen – wegen angeblicher Umsturzpläne. Ihr Treffpunkt ist die Bar "Cave 72", die dem Roman den Titel gibt, und Ausgangspunkt des folgenden mörderischen Geschehens wird. Bei den folgenden Machenschaften kommt der Bruder eines früheren Ministers um Leben, der für die vier Männer eine wichtige Orientierung darstellte. Als sie sich auf die Suche nach den Hintermännern machen, wird es auch für sie lebensgefährlich. – Eine fesselnde Beschreibung der Vermischung von Korruption, Patriarchalismus und Egoismus eines politischen Systems. Allen Beständen empfohlen.
Susanne Körber
rezensiert für den Borromäusverein.
Cave 72
Fann Attiki ; aus dem Französischen von Christiane Kayser
Lenos Verlag (2025)
212 Seiten
fest geb.