Ich und der Oger

Nachts im dunklen Zimmer aufzuwachen, kann ganz schön Angst machen. Noch schlimmer ist es, wenn man ausgerechnet dann auf die Toilette muss. So geht es dem kleinen Helden in diesem lustigen Bilderbuch, dem die 20 Schritte durch den dunklen Flur trotz Ich und der Oger mitgenommenem Holzschwert viel zu lang werden, weil er überall Ungeheuer vermutet. Und tatsächlich, als er sein Ziel endlich erreicht, ist die Toilette von einem riesigen Oger besetzt. Der hat nicht nur fürchterliche Bauchschmerzen, sondern auch noch jede Menge Angst vor dem Oktopus im Bad. Der Tintenfisch jedoch fürchtet sich vor den Krokodilen, die sich aus dem dunklen Flur ins Bad retten, weil da ein Monster lauert... - Wenn die nächtlichen "Monster" noch ängstlicher schauen als man selbst, muss man sich im Dunkeln gar nicht fürchten. Die turbulente und ziemlich schräge Geschichte mit ihren ulkigen und kein bisschen unheimlichen Illustrationen macht aus dem angstbesetzten Moment ein aufregendes und lustiges Abenteuer, in das am Schluss auch noch die Eltern des Kleinen verwickelt werden. Dass der Protagonist dieses Abenteuers kein Kind, sondern ein kleiner Hund ist, wird die Identifikation mit diesem liebenswerten Helden sicher nicht behindern.

Angelika Rockenbach

Angelika Rockenbach

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Ich und der Oger

Ich und der Oger

Céline Sorin ; Illustrationen von Pascal Lemaître ; deutsche Übersetzung: Annika Siems
minedition (2023)

[40] Seiten : farbig
fest geb.

MedienNr.: 614903
ISBN 978-3-03-934034-7
9783039340347
ca. 18,00 € Preis ohne Gewähr

Borromäus-Altersempfehlung: ab 3
Systematik: KK
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