Mentha

Florentin findet in seinem Garten ein kleines Mädchen, das scheinbar aus einem Minzstängel geboren wurde, und nimmt sie liebevoll als Tochter an. Weil sie mit sechs Jahren noch immer viel zu klein für die Schule ist, bringt Florentin ihr Lesen, Mentha Schreiben und Rechnen bei. Doch Menthas Begabung liegt in ihrer Bestimmung, die Welt zu retten. Sie kann mit den Tieren sprechen und hat ein außerordentliches Gehör, sodass sie sogar den Gesang der Sterne hört. Kurz vor ihrem achten Geburtstag häufen sich seltsame Ereignisse. Das Weltende droht, weil die Menschen sich nur noch an die schlechten Dinge erinnern, in ihren Köpfen ist kein Platz mehr für schöne Dinge. Menthas Aufgabe ist es, die Menschen zu überzeugen, gute Gedanken und Erinnerungen wieder zuzulassen. – Können gute Gedanken die Welt retten? Iva Procházková beantwortet diese Frage mit der märchenhaften Geschichte eindeutig mit „Ja“! Sie wählt eine Erzählinstanz, die klangvoll das wundersame Märchen erzählt, das einen Augenblick an Däumelinchen erinnert aber in seiner Wirkung viel größer an unserer Lebensrealität angepasst ist. Sanft, einfühlsam und mit einem untrüglichen Gespür für den kindlichen Leser:innen, entfaltet sie eine stimmungsvolle Handlung aus Magie, Mut und Entschlossenheit. Die niedliche Covergestaltung täuscht darüber hinweg, dass es eine tiefgründige Geschichte ist, die uns alle angeht. – Gerne empfohlen!

Manuela Hantschel

Manuela Hantschel

rezensiert für den Borromäusverein.

Mentha

Mentha

Iva Procházková ; aus dem Tschechischen übersetzt von Ferdinand Hauser ; Illustrationen von Su Ehlers
WooW Books (2025)

241 Seiten : Illustrationen
fest geb.

MedienNr.: 625162
ISBN 978-3-03967-044-4
9783039670444
ca. 18,00 € Preis ohne Gewähr

Borromäus-Altersempfehlung: ab 9
Systematik: K
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