Die Sonne war der ganze Himmel

John Bartle und Daniel Murphy, beide gerade den Kinderschuhen entwachsen, lernen sich in einer Ausbildungskompanie kennen und ziehen gemeinsam in den Krieg im Irak. Sie stehen unter dem Kommando von Sergeant Sterling, der ihnen beibringt, dem Überlebensinstinkt Die Sonne war der ganze Himmel alles andere unterzuordnen. Der jüngere Murphy zerbricht nach wenigen Monaten an den schrecklichen Erlebnissen und verlässt - wahnsinnig geworden - das schützende Camp. Als Bartle und Sterling seine verstümmelte Leiche finden, werfen sie sie in einen Fluss, und töten einen einheimischen Zeugen, um unangenehme Fragen zu vermeiden. - Kevin Powers, der selbst als Soldat im Irak war, erzählt die Geschichte in einer Rückblende aus der Perspektive von Bartle. Dadurch werden private Momente mit den Kriegsereignissen vermischt, und die Allgegenwart des Krieges wird spürbar. Durch die persönliche Perspektive Bartles gelingt es dem Autor sehr direkt, die Verwüstungen aufzuzeigen, die der Einsatz in dem jungen Soldaten anrichtet. Ein Roman über die Grausamkeit des Krieges, ohne Kitsch und falsches Pathos. (Übers.: Henning Ahrens)

Walter Brunhuber

Walter Brunhuber

rezensiert für den Borromäusverein.

Die Sonne war der ganze Himmel

Die Sonne war der ganze Himmel

Kevin Powers
S. Fischer (2013)

239 S.
fest geb.

MedienNr.: 376957
ISBN 978-3-10-059029-9
9783100590299
ca. 19,99 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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