Die Vermessung des Universums
Überaus häufig und auch weltweit zitiert werden die Arbeiten der bekannten Bestseller-Autorin Lisa Randall, der ersten theoretischen Physikerin am MIT und Professorin in Harvard. In ihrem vorliegenden Buch sind zwei große Linien erkennbar. Zum einen
zeichnet Randall sehr anschaulich den Gang beim physikalischen Forschen nach; sie führt ein (und grenzt immer passend ab) in die Art der Fragestellungen (Wissenschaft/Religion), leitet dann auch weiter beim praktischen Überprüfen der theoretisch erwarteten Voraussagen. Zum anderen konzentriert sie sich in vielen Kapiteln aber auch ausschließlich auf die Physik - wo wir heute stehen und wie wir bis hierher gelangten. Themen sind die immer komplexer werdende Welt der Elementarteilchen, der 26,6 km-lange Teilchenbeschleuniger CERN liefert ständig Neues (die Existenz von Higgs-Teilchen war 2011 noch nicht bestätigt), dem Aktuellen kommt die String-Theorie sehr gelegen, die Neugier in der Wissenschaft ist momentan über Ergebnisse in etwa zehn Jahren zu Teilchen, Dunkler Materie und Energie besonders ausgeprägt u.v.m. - Dieses weit gefächerte und recht anregende Buch bringt sehr viel Information, es sollte nicht in Kürze ganz gelesen werden müssen, da die anspruchsvolle Lektüre vom Leser öfters auch Geduld erfordert. Für Büchereien mit besonders am Thema interessierten Leserinnen und Lesern empfehlenswert.
Gertraud Roth
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Die Vermessung des Universums
Lisa Randall
S. Fischer (2012)
490 S. : zahlr. Ill. und graph. Darst.
fest geb.