Der Krieg um unseren Müll

Müll – was für uns Abfall ist, ist für andere ein riesiges Geschäft: Weil wir reiche Industrienationen es uns einiges kosten lassen, um die unliebsamen Hinterlassenschaften unserer Wohlstandsgesellschaft loszuwerden. Während der Plastikmüll Der Krieg um unseren Müll schon riesige Areale im Pazifik verseucht, lassen es sich zahlreiche Unternehmen, ja auch ganze Staatsregierungen mit barer Münze entlohnen, wenn sie unseren Müll abnehmen. Und mit diesem wird dann in anderen Weltregionen rigoros die Umwelt verseucht. Oder man nutzt den Müll, um daraus wertvolle Rohstoffe zu extrahieren. All das oft auf Kosten der Gesundheit der Bevölkerung in den Ländern, in denen der Müll und Schrott landen. – Alexander Clapp, mehrfach prämierter Journalist, hat umfangreich recherchiert und legt in seinem Buch die erschreckende Bilanz vor, wie und in welcher Form das, was für uns wertlos geworden ist, für oft dubiose Unternehmen längst zu einem Milliardengeschäft geworden ist. Dieses Buch informiert, öffnet Augen, macht nachdenklich und bestürzt. Und der Autor hat damit Recht. Wir alle sollten wissen, welche verheerenden Folgen dieser Müllhandel hat – vielleicht achtet jeder von uns dann in Zukunft darauf, weniger davon zu produzieren. – Für alle Bestände.

Günter Bielemeier

Günter Bielemeier

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Der Krieg um unseren Müll

Der Krieg um unseren Müll

Alexander Clapp ; aus dem Englischen von Jürgen Neubauer
S. FISCHER (2025)

396 Seiten : Karten
fest geb.

MedienNr.: 623495
ISBN 978-3-10-397193-4
9783103971934
ca. 26,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: So
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