Frau Magnussons Kunst, die letzten Dinge des Lebens zu ordnen

Dies ist ein besonderes Buch, dessen Charakteristikum einer längeren Erklärung bedarf. Es wurde geschrieben von einer nach eigener Aussage 80 bis 100-jährigen schwedischen Künstlerin, die in Stockholm lebt und das "Döstädning" praktiziert. "Döstädning" Frau Magnussons Kunst, die letzten Dinge des Lebens zu ordnen ist die Kunst, die eigenen Dinge - meistens, aber nicht zwangsläufig gegen Ende des Lebens - in Ordnung zu bringen. Dieses Buch ist sowohl ein autobiografisches Buch als auch ein Sachbuch für jedermann mit praktischen Hinweisen zum Aufräumen und Ordnen der persönlichen Dinge. In den Details ergreift das Beschriebene den Leser aber tiefer, weil er oder sie auf fast jeder Seite dazu angeregt wird, über das eigene Leben, dessen Sinn und die vielfältigen Beziehungen zu anderen nachzudenken - insofern hat es auch eine philosophische Komponente. Das Buch ist auch deshalb ausgesprochen sympathisch, weil es pragmatisch und humorvoll mit den menschlichen Schwächen umgeht, die jeder kennt. Vordergründig geht es darum, das Leben angenehmer und übersichtlicher zu gestalten, darüber hinaus ist das Ziel, den Menschen, die einem nahestehen, die notwendigen Aufgaben nach dem eigenen Tod so einfach wie möglich zu gestalten. Die Autorin ist 17 Mal in ihrem Leben umgezogen, wohnte auf der ganzen Welt und hat fünf Kinder. Dass sie Expertin nicht nur im Aufräumen und Aussortieren ist, dürfte nicht überraschen. Breit - ob jung oder alt - zu empfehlen.

Lioba Speer

Lioba Speer

rezensiert für den Borromäusverein.

Frau Magnussons Kunst, die letzten Dinge des Lebens zu ordnen

Frau Magnussons Kunst, die letzten Dinge des Lebens zu ordnen

Margareta Magnusson
Fischer (2018)

159 S. : Ill.
fest geb.

MedienNr.: 593648
ISBN 978-3-10-397323-5
9783103973235
ca. 22,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: Ps
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