Ours – Die Stadt
Ours, eine Stadt in den 1830er-Jahren in den USA, wurde von Saint, einer rätselhaften Frau mit geheimnisvollen Kräften, gegründet. Diese Stadt ist auf keiner Landkarte zu finden und von einem Bann umgeben, der keinem Fremden Zutritt ermöglicht
und alle Nachrichten von draußen abhält. Denn an diesen Zufluchtsort haben sich Versklavte geflüchtet, die sich nun unter dem Schutz der schwarzen Magierin Saint stellen und in einer unbeschwerten Umgebung leben wollen. Dazu bedarf es aber dunkler Mächte, sodass Gegenwart und Vergangenheit verschwimmen und die Grenzen von Leben und Tod unklar sind. – Der Autor Phillip B. Williams schreibt in seinem fast 700 Seiten starken Roman ein Epos über die Freiheit, eine Mythologie über das Leben der versklavten Schwarzen mit ihrem Aberglauben, ihrer Magie und ihrer Verbundenheit zur Natur. In sehr poetischer Sprache werden die verborgenen Geschichten voller Wunden und Narben der Versklavung in Beziehung zueinander gesetzt, ohne dass es eine direkte Hauptperson gibt. Für große Büchereien mit einer an Mythen interessierten Leserschaft gut geeignet.
Elisabeth Kemper
rezensiert für den Borromäusverein.
Ours – Die Stadt
Phillip B. Williams ; aus dem amerikanischen Englisch von Milena Adam
S. FISCHER (2024)
699 Seiten
fest geb.