Gespräche, die ich nie geführt habe
Auf witzige und doch tiefgründige Weise bietet das Buch einen Vorschlag, wie man in einer Beziehung mit Themen umgeht, die man nicht ansprechen kann. Die Lösung ist hier das Selbstgespräch, der innere Dialog mit einer fiktiven Version des Partners.
So wird eine Vielzahl an Themen behandelt, die vor allem für Personen fortgeschrittenen Alters relevant erscheinen. Beispielhaft zu nennen sind hier der Umgang mit Ex-Partnern, Enkelkindern, zunehmender Vereinsamung und der Angst, dass der derzeitige Partner die einzige verbliebene Option darstellt. Dabei wechselt das Buch zwischen Dialogen und längeren Passagen reiner Introspektion, wodurch Abwechslung geschaffen wird. Die Thematisierung der Beziehungsprobleme erfolgt dabei immer auch mit einem Augenzwinkern, was den Inhalten die Schwere nimmt. Insgesamt ist das Buch sehr gelungen und hält insbesondere für Personen, die selbst ähnliche Probleme erleben, einen erfrischenden Perspektivenwechsel bereit.
Agnes Schmidtner
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Gespräche, die ich nie geführt habe
Elfriede Hammerl
Kremayr & Scheriau (2026)
155 Seiten
fest geb.