Herr Hase sucht das Glück
In einem fernen Land im Wald lebt Herr Hase, er liebt seine Margeritentapeten, sein Korbbett und seine lavendelfarbene Decke. Er kümmert sich gerne um seinen Gemüsegarten und trinkt mit seinen Freunden Salbeitee. Mehr braucht er nicht. Manchmal jedoch
fragt er sich, ob ihm nicht doch etwas fehlt: dieses "Glück", von dem er gehört hat. Herr Hase beschließt, seinen Rucksack zu packen für eine lange Reise. Er will zum alten Uhu, der sich mit allem auskennt. Er wird bestimmt wissen, wie das Glück aussieht und wo man es findet. Auf seiner Reise trifft er auf die Maus und das Schwein, die von ihrem Glück erzählen. Doch Herr Hase kann es nicht verstehen. Endlich kommt er bei der Eule an und fragt sie, wo das Glück ist. Die Eule sagt ihm, das Glück sei in drei Geschäften der nächsten Stadt. Herr Hase rennt zurück ins Dorf. Er kommt im ersten Laden an, in dem ein Pferd hinter dem Tresen sitzt und Fäden verkauft. Verwundert geht er in den nächsten Laden, in dem bunte Metallröhren erhältlich sind. Und auch im dritten Laden, in dem es Holz gibt, findet der Hase kein Glück. Traurig bleibt Herr Hase stehen. Was nun? Da strömen auf einmal viele Tiere von überall her und treffen sich zum Musikfest. Herr Hase ist glücklich, als er die wunderschöne Musik hört. Da bemerkt er, dass die Instrumente aus Metall und Holz sind und mit Pferdehaar bespannt. Das also ist das Glück. Für jeden etwas ganz Eigenes. Doch zusammen ist man am glücklichsten, wenn man dieses schöne Gefühl teilen kann. Herr Hase sucht das Glück und entdeckt, dass es schon immer ganz bei ihm war. – Eine schöne Bildergeschichte über das Glück. Bunte Illustrationen regen zum Erzählen und Entdecken an und geben den Text wieder. Sehr empfehlenswert.
Veronika Remmele
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Herr Hase sucht das Glück
Ella Coalman ; Illustrationen: Bérengère Mariller-Gobber
annette betz (2025)
[40] Seiten : farbig
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 4