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Der Tote liegt auf dem Kerameikos-Friedhof in Athen. Seine Identität ist bald geklärt: Es handelt sich um den bekannten Arzt Dr. Korassidis. Jemand injizierte ihm Gift. Es dauert nicht lange, bis Kommissar Kostas Charitos auch auf ein Motiv für
den Mord stößt: Ein 'nationaler Steuereintreiber' forderte Korassidis vor einigen Tagen auf, die von ihm hinterzogenen Steuern in Höhe von 200.000 Euro nachzubezahlen. Für den Fall, dass Korassidis sich weigert, drohte er mit seiner 'Liquidation'. Doch der Arzt ist nur der erste einer Reihe weiterer Opfer, die Charitos Kopfzerbrechen bereiten. - Der neue Krimi um Kommissar Charitos spielt 2011 im von der Wirtschafts- und Schuldenkrise durchgeschüttelten Griechenland und greift damit auch dort heftig diskutierte Themen auf. Die Stärke des Buches liegt weniger in der Gestaltung vielschichtiger Charaktere, sondern - ganz klassisch - in der spannenden Dramaturgie der Ermittlungsarbeit. Dass der Täter letztlich deutsch-griechische Wurzeln hat, dürfte kein Zufall sein. Allen Krimifreunden empfohlen. (Übers.: Michaela Prinzinger)
Walter Brunhuber
rezensiert für den Borromäusverein.
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Petros Markaris
Diogenes (2012)
418 S.
fest geb.