Vintage
Dem fünfundzwanzigjährigen mittellosen Gitarristen Thomas Dupré werden eine Million Dollar geboten, wenn er beweist, dass die legendärste und wertvollste E-Gitarre der Fünfziger Jahre, die Gibson Moderne, wirklich hergestellt wurde. Während seiner
hartnäckigen, unermüdlichen Suche von Schottland über Sydney bis in die USA begegnet er reichen Gitarrensammlern, besessenen Musikern, leidenschaftlichen Musikliebhabern, undurchsichtigen Gestalten und zwei Leichen. Manche Spur führt ihn ins Nichts, doch gibt er niemals auf und findet immer wieder, manchmal aus unerwarteter Richtung, eine neue. - Im Heute spielend, beschreibt Grégoire Herviers Roman doch immer wieder gekonnt die Hauptzeit des Rock'n'Roll und Blues. Er flicht Fakten in eine bis zum Schluss spannende Jagd ein. Personen aus der Vergangenheit bringt er den Lesern/innen ebenso nah wie die aus der Gegenwart. Ein kriminalistisch angehauchter, durchweg packender und manchmal humorvoller Musikroman bis auf die letzten Seiten. Trotzdem darf nicht verschwiegen werden, dass es für Leser, die sich nicht in den Fachbegriffen dieser Musik auskennen, zu Anfang etwas schwierig sein kann, sich einzulesen. Deshalb ab mittleren Beständen empfohlen. (Übers.: Alexandra Baisch u. Stefanie Jacobs)
Kathrin Wexberg/STUBE
rezensiert für den Borromäusverein.
Vintage
Grégoire Hervier
Diogenes (2017)
389 S.
fest geb.