Sing, wilder Vogel, sing
Die Autorin Jaqueline O'Mahony stellt mit ihrem Roman die Freiheit in den Mittelpunkt und erzählt die Geschichte eines realen Ereignisses in Irland. Honora wird schon seit ihrer Kindheit wegen ihres "Andersseins" in ihrem Dorf praktisch ausgestoßen.
Als sie nun durch die Hungersnot alles verliert, entscheidet sie sich, nach Amerika zu reisen, um dort sich selbst und Freiheit zu finden. Auf dem Weg dorthin trifft sie viele verschiedene Charaktere mit diversen Schicksalen, die sie auf ihrem Weg stark prägen. Sie schafft es nur durch ihr Anderssein am Ende, ihr Ziel zu erreichen. O'Mahony gelingt es mit ihrem Schreibstil, Honora und ihren Charakter perfekt darzustellen. Man hat während der ganzen Geschichte das Gefühl, sich in Honoras Kopf zu befinden. Sie stellt nicht nur ernste Themen und historische Ereignisse detailreich dar, sondern hat mit Honora auch eine Figur geschaffen, die man nur sehr selten in Romanen findet. "Sing, wilder Vogel, sing" ist insgesamt ein sehr interessantes und spannendes Werk. Die Themen sind definitiv nicht für jeden, jedoch ist es eine sehr gute Lektüre.
Bettina Kraemer
rezensiert für den Borromäusverein.
Sing, wilder Vogel, sing
Jacqueline O’Mahony ; aus dem irischen Englisch von pociao und [einem weiteren]
Diogenes (2024)
367 Seiten
fest geb.