Die unmögliche Rückkehr
Amélie wurde in Japan geboren und hat fünf Jahre ihrer Kindheit dort verbracht. Ihr Vater war Diplomat und die Familie folgte seinen beruflichen Stationen, bevor sie sesshaft wurde. Japan hat sie seit 12 Jahren nicht besucht. Da engagiert sie ihre
Freundin Pep als Reiseführerin. Amelie begleitet sie mit gemischten Gefühlen und entdeckt das Land ihrer Kindheit neu. Überall lauern Erinnerungen, aber an manches kann sie sich nicht mehr erinnern. Das Buch entführt die Lesenden ins touristische Japan, die mit den Protagonistinnen die Sehenswürdigkeiten bereisen. Dabei treffen Amelie und Pep auf viele Japaner. Für Pep und auch den Lesenden sind manche japanischen Eigenarten etwas schräg bzw. witzig, aber auch erstaunlich. Amelie liefert die Hintergrundinformationen dazu. Vor allem die japanische Gelassenheit finden beide toll. Die autobiografischen Züge des Romans sind offensichtlich, Nothomb wurde wie ihre Protagonistin in Japan geboren. Für alle Büchereien und für Leser:innen, die Japan als Land kennenlernen wollen, zu empfehlen.
Melanie Bremer
rezensiert für den Borromäusverein.
Die unmögliche Rückkehr
Amélie Nothomb ; aus dem Französischen von Brigitte Große
Diogenes (2026)
131 Seiten
fest geb.