Die rote Agenda
Die rote Agenda - ein Kalendernotizbuch - gehörte einem Antimafia-Richter, der sich in den 1990er Jahren darum bemühte, die Verbindungen zwischen Politik und Mafia aufzudecken. Der Richter, der den von einem Politiker an einem anderen Richter in
Auftrag gegebenen Mafia-Mord öffentlich machen wollte, hatte alle Informationen dazu in dieser Agenda notiert. Doch er starb ebenfalls bei einem Anschlag der Mafia und die Agenda verschwand. Viele Jahre später soll in London der Nachlass von Conan Doyle, dem Schöpfer von Sherlock Holmes, versteigert werden. Ein Literaturwissenschaftler prüft am Vorabend der Auktion die Unterlagen und entdeckt darin die Agenda des Antimafia-Richters sowie eine DVD. Er ist sich der Brisanz seines Fundes bewusst und nimmt beides mit nach Hause. Da er mit einem italienischen Professor befreundet ist, schickt er diesem Agenda und DVD zu, bevor er ermordet wird. Die, die bereits in London der Agenda habhaft werden wollten, verfolgen deren Spur nach Turin. Alimante, der Chef einer europäischen Geheimorganisation mit der sprechenden Bezeichnung Elite, wendet sich an die Agenten Stuart und Ogden eines privaten, von dieser Elite und staatlichen Organisationen finanzierten Geheimdienstes. Er beauftragt sie, den Mord an seinem Freund, dem Londoner Literaturwissenschaftler, aufzuklären. Ein grandioses Finale erwartet den Leser. - Ein Agententhriller am Rande zwischen italienischer Wirklichkeit und Dichtung. (Übers.: Ulrich Hartmann)
Helmut Lenz
rezensiert für den Borromäusverein.
Die rote Agenda
Liaty Pisani
Diogenes (2015)
Diogenes-Taschenbuch ; 24290
407 S.
kt.